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Oberleitung Niebüll - Dagebüll

 
Planung Oberleitung - Einladung zum Wettbewerb
   

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2.3.2020: Ausschreibung Vermessungsleistungen Oberleitung

3.3.2020: Ausschreibung umweltfachliche Begutachtung Oberleitung 

13.3.2020: Ausschreibung Schallbegutachtung Oberleitung

20.3.2020: Rückfragen Schalltechnische Bewertung

   

20 Jahre Niebuell Tondern800 neg Pressemeldung 31.7.2020
Energiewende auf der Schiene – Elektrifizierung der Strecke Niebüll-Dagebüll kommt voran – Sicherung IC-Direktanbindung Amrum + Föhr

Errichtung einer Oberleitung – Strom zu 100 Prozent aus Nordfriesland

Beginnend mit der neg in Niebüll treibt das Land Schleswig-Holstein die Elektrifizierung des Eisenbahnverkehrs an der Westküste voran. Anlass ist das Bemühen, den touristisch bedeutsamen nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr über den Hafen Dagebüll auch in Zukunft eine IC-Direktverbindung zu ermöglichen. Ab 2024 sollen moderne Talgo-Züge die bisherigen Waggons ablösen. Ca. 40 % der IC-Reisenden nach Nordfriesland haben Dagebüll, Föhr und Amrum über die neg-Strecke zum Ziel. Für sie bieten die beiden Eisenbahngesellschaften IC-Kurswagen an. In Niebüll werden die Kurswagen mit Passagieren umsteigefrei zwischen den Zügen von DB Fernverkehr und neg ausgetauscht.

Die zukünftigen IC-Züge der DB Fernverkehr sollen mit zwei Zugteilen und jeweils einer E-Lok in Niebüll ankommen. Ab Itzehoe müssen die Züge b.a.w. mit Dieselloks gezogen werden. „Aufgrund der digitalen Zugsteuerung kann das herkömmliche neg-Fahrzeugmaterial nicht die Weiterbeförderung eines Zugteils von Niebüll nach Dagebüll übernehmen: Die so genannte Traktion muss entweder durch eine neu zu beschaffende Diesellok oder eben elektrisch mit der mitgeschleppten E-Lok erfolgen“, sagt Dewald.

Die Kosten der zwei notwendigen Dieselloks für die neg-Strecke Niebüll – Dagebüll entsprechen nach ersten Schätzungen in etwa der Installation einer Oberleitung inklusive der Gleise 1-3 des Bahnhofs Niebüll. Eine Besonderheit ist die Energieversorgung: Geplant ist die Einspeisung lokalen Öko-Stroms im Umspannwerk Gasthafen in Klockries bei Niebüll mit Transformation auf 15 Kilovolt / 16,7 Hertz entsprechend der für elektrische Züge gebräuchlichen Spannung. Der Strom wird dabei von 42 Windkraftanlagen mit 103 Megawatt installierter Leistung produziert.

Das Land unterstützt die Bemühungen der neg für die Elektrifizierung der Strecke und wird zunächst die Planungen finanzieren. Für eine 90-prozentige Bezuschussung des Projektes durch den Bund, wie sie im Klimapaket der Bundesregierung verankert ist, ist die Vorlage einer Entwurfsplanung und eine positive Nutzen-Kosten-Untersuchung die entscheidende Grundlage.

Der Bau einer Oberleitung ist planfeststellungsbedürftig. Ziel der neg ist, den Planfeststellungsantrag bis Ende 2021 beim Kieler Amt für Planfeststellung Verkehr einreichen zu können. Hierfür wurden zum Frühjahr die Planungsarbeiten aufgenommen.

Nach den Worten von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz sollen die Urlauber der Inseln Föhr und Amrum so auch weiterhin mit Fernzügen aus vielen Teilen des Bundesgebiets umsteigefrei den Fährhafen in Dagebüll erreichen können. „Ich hoffe, dass mit dieser Investition der Urlauberanteil, der die klimafreundliche Anreise wählt, noch steigen wird. Gleichzeitig kann der Ökostrom direkt vor Ort für den Transport der Züge genutzt werden und damit der CO2-Ausstoß gesenkt werden“, so Buchholz.

Bilduntertitel: Strom aus der Region für die Region!
Minister für u. A. Verkehr und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, Herr Dr. Bernd Buchholz (links im Bild), besuchte am Freitag, 31.07.2020, zusammen mit neg Geschäftsführer Ingo Dewald den kommenden Ort für die Versorgung der neuen Oberleitung zwischen Niebüll-Dagebüll Mole.

Weitere Informationen erteilt gerne
Anita Hallmann
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Tel.: +49 4661 98 88-42


Elektrifizierung der Bahnstrecke Niebüll – Dagebüll Mole
Bericht auf focus.de | 31.07.2020
Windstrom für Bahnverkehr zwischen Niebüll und Dagebüll